58. Aktion Brot für die Welt

Eintopf für Brot für die Welt am 1. Advent in HeilsbronnBrot für die Welt LOGO "Satt ist nicht genug - Zukunft braucht gesunde Ernährung",
 lautet das Motto der 58. Aktion.

Brot für die Welt ist unsere evangelische Hilfsorganisation, die sich einsetzt für gerechte Strukturen, dass Menschenrechte geachtet und alle Menschen satt werden und sich gesund ernähren.

Motto der 58. Aktion Brot für die WeltDarum noch einmal das Motto "Satt ist nicht genug". Brot für die Welt unterstützt eine nachhaltige kleinbäuerliche Landwirtschaft und ist überzeugt, dass diese auch die wachsende städtische Bevölkerung ausgewogen und gesund ernähren kann. Weitere Informationen finden sie unter "www.brot-fuer-die-welt.de".

Spenden können Sie direkt auf das Konto Ihrer Kirchengemeinde mit dem Vermerk "Spende für Brot für die Welt". Dann kann der Kontoauszug bis zu 200 Euro als Spendenbescheinigung verwendet werden.

Sie können auch die in den Gemeinden verteilten Tüten verwenden oder eine Spende direkt im Gottesdienst oder im Pfarramt abgeben.

"Wie im Westen so auf Erden"

Der konziliare Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung nahm vieles vorweg, was heute in den Vereinten Nationen diskutiert wird. Brot für die Welt, Misereor und andere Organisationen begrüßen darum die neuen UN-Entwicklungsziele. Diese wollen Armut, Hunger und Fehlernährung nicht nur halbieren, wie es in den Milleniumszielen aus dem Jahr 2000 formuliert wurde, sondern bis zum Jahr 2030 beenden. Sie fordern eine ökologische Verträglichkeit jeder Entwicklung und eine Gleichberechtigung der Geschlechter. 

Doch kritisch wird an den Nachhaltigkeitszielen angemerkt, dass immer noch auf ein ständiges Wirtschaftswachstum gesetzt wird. So bleibt die entscheidende Frage unbeantwortet, wie nämlich die Wirtschaft von der jetzigen Raubbauwirtschaft hin zu stabilen, in Kreisläufen sich regenerierenden Ökosystemen zu bewerkstelligen sei. Die wachstumshungrige und finanzmarktgesteuerte Weltwirtschaft nach dem Motto "Wie im Westen so auf Erden" muss hinterfragt werden, so der Schweizer Beat Dietschy. Es fehlen auch Umverteilungsziele in Richtung größerer Gleichheit. So werden die Ursachen von Armut, Umweltzerstörung und Unnachhaltigkeit ausgeblendet. Es muss also eine breite Diskussion über ein Wirtschaften jenseits des Wachstumszwanges geführt werden.

(nach Publik Forum, Nr. 22, 18.11.2016, S. 23)