Dekanatssynode tagte am Reformationstag

Dekan Klaus Schlicker berichtete aus der Arbeit im Dekanat.

Dekanatssynode am 31.10.2016

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Festgottesdienst zum Auftakt

Die Herbstsynode des Dekanats Windsbach begann mit einem Festgottesdienst zum Reformationsfest um 18:30 Uhr in der Stadtkirche Windsbach, der von Dekanatskantor Michael Stieglitz an der Orgel und vom Heilsbronner Gospelchor unter Leitung von Charly Hopp musikalisch gestaltet wurde. Letzerer sang auch das Mottolied zum Reformatonsjuibiläum von Addi Manseicher mit dem Kehrvers: "Allein aus Gnade gehört uns sein Herz. Allein durch den Glauben zieht er uns himmelwärts. Allein seine Worte soll'n uns Wegweiser sein auf dem Weg nach Hause zu Christus allein." Dekan Klaus Schlicker kritisierte in seiner Predigt den seichten Luther-Devotionalienhandel und die verkürzte Sicht auf Luther, die aufzählt, was wir alles von ihm haben: die hochdeutsche Sprache, die Gewissensfreiheit, den Pluralismus u.a. nach dem Motto "Wir sind Luther". Dabei werde unterschlagen, dass Luther ständig in der Gegenwart Gottes gelebt hat und sich bewusst war, dass er ein Sünder ist. Das will der moderne Mensch nicht mehr so sehen und kann mit dem Begriff Sünder (Leben in der Trennung von Gott) nichts anfangen. Doch die Folgen der Sünde liegen auf der Hand: Die habgierige Ausbeutung der Erde, die menschenverachtenden Kriege, der Streit mit dem Nachbarn. Luther war ehrlich und erlebte, dass er als Sünder nicht aus eigener Kraft zu Gott kommen kann, sondern auf Gottes Gnade angewiesen ist. Die Gewissheit der barmherzigen Zuwendung Gottes zum Sünder bekam er allein durch den Glauben an Jesus Christus.

Die Abendmahlsfeier leitete der Senior des Pfarrkapitels Pfarrer Tobias Brendel.

Neues aus dem Dekanat

Nach einer leiblichen Stärkung im Gemeindehaus,  eröffnete Christel Rabe vom Präsidium die Dekanatssynode. Es folgte ein Grußwort der Stadt Windsbach durch den 2. Bürgermeister Norbert  Kleinöder. Lutz Egerer stellte den Haushaltsplan 2016 und die Jahresrechnung 2015 vor.

Schließlich berichtete Dekan Schlicker aus den verschiedenen Arbeitsbereichen des Dekanats. So hat das Diakonische Werk Windsbach seit 1.2.2016 Angela Stehle als Asylsozialberaterin angestellt, deren Tätigkeit sich nach Anerkennung der Flüchtlinge auch zur Migrationsberatung hin ausweitet. Am 11.11.16 gibt es im Katholischen Pfarrheim Heilsbronn um 19 Uhr einen Informationsabend über die ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit, zu dem herzlich eingeladen wird.

Der Diakonieverein Heilsbronn konnte die Generalsanierung der Kita "Unterm Regenbogen" durchführen und auch wieder schwarze Zahlen schreiben. Bewährt habe sich auch die Anstellung eines Geschäftsführers für fünf Kita's, denn so können sich die Pfarrer stärker der religiösen Erziehung in den Einrichtungen widmen.

In der kirchlichen Hochschule Augustana wurde die erweiterte Bibliothek am 18. November eingeweiht. In diesem Zusammenhang bat Schlicker die Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher, geeignete junge Menschen für den Pfarrberuf zu werben.  Die Gymnasialpädagogische Arbeitsstelle aus Erlangen und die Evangelische Medienzentrale aus Nürnberg werden im Frühsommer 2018 in das "Held-Haus" am Marktplatz in Heilsbronn einziehen in Kooperation mit dem RPZ.

Der Jugendreferent Mike Hofmann geht nach Singapur zur Seemannsmission. Als Nachfolgerin wird Katharina Hierhammer ins Dekanats Windsbach kommen.

Für Pfarrer Klaus Witzig, der in den verdienten Ruhestand verabschiedet wurde, kommt Heimtraud Walz auf die 2. Pfarrstelle in Windsbach. Sie wird am 6.11.2016 um 14 Uhr in der Stadtkirche eingeführt. An der Frühjahrssynode 2017 wird Pfarrer Jürgen Singer nicht mehr dabei sein, weil er nach Kulmbach wechseln wird.

Den Dekanatsfrauen dankte der Dekan für ihre vielseitigen Angebote, die gern angenommen werden. Derzeit gibt es fünf Orgelschüler. Auch hier darf für weiteren Nachwuchs geworben werden. Die geistliche Musik im Münster Heilsbronn lockte etwa 4000 Besucher an. Die Aktion "GOTTesdienst ERLEBEN" soll fortgeführt werden. Eine Umfrage ergab, dass 95% der Gottesdienstbesucher nie andere einladen. Doch die, die eingeladen wurden, fanden es durchweg positiv. "Laden wir weiter fröhlich ein!" Tobias Brendel wies schließlich für das Evangelische Bildungswerk auf besondere Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum hin.

Dekan Schlicker schloss die Synode mit einen Lutherzitat:

"Meine Hoffnung

Mir ist es bisher wegen angeborener Bosheit und Schwachheit unmöglich gewesen, den Forderungen Gottes zu genügen. Wenn ich nicht glauben darf, dass Gott mir um Christi Willen dies täglich beweinte Zurückbleiben vergebe, so ist’s aus mit mir.

Ich muss verzweifeln, aber das lasse ich bleiben.
Wie Judas an den Baum mich hängen, das tu’ ich nicht.
Ich hänge mich an den Hals oder Fuß Christi wie die Sünderin1.
Ob ich auch noch schlechter bin als diese, ich halte meinen Herrn fest.

Dann spricht er zum Vater:
„Dieses Anhängsel muss auch durch. Es hat zwar nichts gehalten und alle Deine Gebote übertreten, Vater, aber er hängt sich an mich. Was will’s! Ich starb auch für ihn. Lass ihn durchschlupfen.“

Das soll mein Glaube sein."