Gedenken an die Opfer der Atomkatastrophe von Tschernobyl

am Dienstag, 26.4.2016, um 20 Uhr in Heilsbronn
im Kapitelsaal am Münster
 
Ein Arbeitskreis hat diese Gedenkstunde vorbereitet - eine Mischung aus Lesungen von Berichten Betroffener, Gedichten, persönlichen Erinnerungen, Gedenken an die Opfer und Lieder aus der Anti-AKW-Bewegung.
 
Um 21 Uhr wird dann eine Ausstellung eröffnet, die von Mittwoch, 27.4., bis Samstag, 30.4.2016 von 9 - 17 Uhr im Kapitelssaal am Münsterplatz besichtigt werden kann.
 
Vor 30 Jahren, am 26. April 1986 um 1.23.48 Uhr, explodierte der Reaktor im Atomkraftwerk des ukrainischen Ortes mit dem für uns bis dahin unbekannten Namen Tschernobyl. Ein Super-Gau, den die Atom-Lobby für höchstens alle 10.000 Jahre prognostizierte. Es war nach Harrisburg (28. März 1979) das zweite Mal, dass es zu einem schwerwiegenden Unfall in einem AKW kam. Doch dieser zweite übersteigt den ersten um ein Vielfaches. Der Katastrophenreaktor setzt in wenigen Tagen mehr als das 200fache an  Radioaktivität frei als die beiden schrecklichen Bomben auf Hiroshima und Nagasaki. Über weite Gebiete Europas und Kleinasiens zieht die radioaktive Wolke und kontaminiert Menschen, Tiere und Natur. Bei uns sind  besonders  Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg und Berlin betroffen.
 
Die entsetzlichen Folgen für die Menschen in der Region um das ukrainische AKW berühren uns heute noch, doch sie sind weit weg. 400.000 Menschen müssen die Region um Tschernobyl verlassen. Die  Stadt Prypjat mit vorher 50.000 Einwohner/innen ist seitdem eine Geisterstadt. Viele Dörfer und Siedlungen werden mit Planierraupen zusammen geschoben, mit Erde bedeckt werden ihre strahlenden Reste.