"Ich will das Licht hüten und weitergeben"

Pfarrerin Heimtraud Walz

Zur Einführung von Heimtraud Walz als Pfarrerin in Windsbach

Posaunenchor Windsbach

 

Fürbitte und Segnung

Unter den Klängen des Windsbacher Posaunenchors zogen die neue Pfarrerin Heimtraud Walz und Dekan Klaus Schlicker angeführt durch den Kirchenvorstand, das Pfarrkapitel und die Assistenten in die Stadtkirche ein.

Kantorin Hanna Wagner leitete nicht nur den Posaunen- und Kirchenchor, sondern spielte auch die Orgel.

Dekan Schlicker und Familie WalzDie Freude über die Wiederbesetzung der zweiten Pfarrstelle war spürbar. Dekan Schlicker nahm die neue Pfarrerin gleichsam in die Gemeinde auf: "Sie wollen mit uns den Glauben an Jesus Christus leben."

Mit Heimtraud Walz bekommt die Kirchengemeinde Windsbach erstmals eine Pfarrerin.

Alle, die sie bereits kennenlernen durften, seien von ihrer kommunikativen, begeisterungsfähigen Art angetan. Mit Gebet und Segnung wurde sie für ihren Dienst in Windsbach eingeführt.

Erste Predigt in Windsbach

In ihrer Predigt ging Frau Walz zuerst auf ihre persönliche Situation des Umbruchs ein. Ein schwerer Abschied von Weißenkirchberg liegt hinter ihr. Die Gemeinde wollte sie gar nicht gehen lassen. Sicherheiten und Vertrautes hat sie selbst aufgegeben. Vor ihr die neue Gemeinde, neue Gesichter, neue Aufgaben und Erwartungen. Diese Situation verglich sie mit dem Nebel im November, der die Sicht verringert, so dass sie nicht genau sieht, wo ihr Weg genau ist. Solche Erfahrungen kenne wohl jeder, wenn man sich neu aufstellen muss. Manchmal erfasse einen die Dunkelheit schneller, als man es wahrhaben will.

Im Monatsspruch für November steht eine solche Situation der Verunsicherung im Hintergrund. Darum die Erinnerung an das, was Halt gibt: "Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen." (2.Petr 1,19) Das prophetische Wort, die Verheißungen der Schrift, die auf Jesus Christus gedeutet werden, erinnern uns daran: Gott holt uns heraus aus den Verunsicherungen und aus den Tiefen des Lebens. Ihr tut gut daran - das klingt nicht wie ein Befehl, eher wie ein behutsamer göttlicher Gruß. Auf das Licht, das an einem dunklen Ort scheint, achten wir, wenn wir im Namen Jesu zusammenkommen. Wir hüten gemeinsam das Licht, auch wenn Unsicherheiten auftreten. Die Verheißungen Gottes leuchten gerade in dunkler Nacht. "Dafür stehe ich ein hier in Windsbach, dass ich Gottes Licht hüten und weitergeben will," sprach Pfarrerin Walz als Selbstverpflichtung zur Gemeinde.

Grußworte

Vertrauensfrau Ingrid Sichard moderierte die Grußworte. Mit dem Lied "Einfach Spitze, dass du da bist" begrüßten die Kinder und Erzieherinnen der Kita "Villa Kunterbunt" die neue Pfarrerin und überreichte Wünsche verbunden mit Blumen. Bürgermeister Matthias Seitz sprach für die Stadt Windsbach die Gewissheit aus, dass Stadt und Kirchengemeinde gemeinsam zum Wohl der Mitmenschen beitragen können. Pfarrer Hans-Josef Peters von der katholischen Nachbarpfarrei St. Bonifatius betonte, dass die Vermittlung eines tragfähigen Glaubens das gemeinsame Anliegen sei. Für das Präsidium der Dekanatssynode wünschte Lutz Egerer: "Kommen Sie gut an und schlagen Sie hier Wurzeln." Auch in dieser Region brauche die Kirche sympathische und glaubwürdige Stimmen, Menschen, bei denen Tun und Reden zusammenpassen. Egerer überreichte eine Karte mit dem Spruch: "Zweifle niemals daran, dass eine einzelne Person oder eine kleine Gruppe von Menschen die Welt verändern kann. Es ist das einzige, was bisher funktioniert hat!"

Der Senior des Pfarrkapitels, Pfarrer Tobias Brendel, überreichte der neuen Kollegin eine Kollage mit Portraits der Amtsbrüder und -schwestern zum leichteren Kennenlernen. Der Vertrauensmann des Kirchenvorstands, Norbert Kleinöder, rief begeistert: "Es ist prima, dass Sie da sind! Für uns ist heute ein "Pfarrer-Stern" aufgegangen." Er dankte allen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen, die die Vakanz überbrückt haben.

Bisheriger Werdegang

Heimtraud Walz (46) trat am 1.11.2016 ihren Dienst auf der 2. Pfarrstelle in Windsbach an. Geboren und aufgewachsen ist sie in Papua Neuguinea, wo ihre Eltern als Missionare arbeiteten. Im Herbst 1979 kehrte sie mit ihrer Familie nach Deutschland zurück. Ihr Vater übernahm die Pfarrstelle in Segnitz/Marktbreit (Unterfranken). Nach knapp fünf Jahren wurde ergebeten, wieder im Evang.-Luth. Missionswerk (heute Mission EineWelt) mitzuarbeiten.

Pfarrerin Walz begann 1990 ihr Theologiestudium in Neuendettelsau und studierte zwischendurch auch in Tübingen. Ihr Vikariat verbrachte sie in Löpsingen und Pfäfflingen (bei Nördlingen), ihre z.A.-Zeit in Zirndorf und Neu-Ulm. Danach war sie Pfarrerin in Senden an der Iller auf der zweiten Pfarrstelle mit Schwerpunkt Familien, Kinder- und Jugendarbeit. Seit 2009 war sie Pfarrerin in der Kirchengemeinde Weißenkirchberg im Dekanat Leutershausen.

Wir wünschen ihr einen guten Start in der nicht ganz neuen Umgebung, hat sie doch schon viele Jahre im Dekanat Windsbach verbracht während ihrer Schul- und Studentinnenzeit.

Einzug in die Stadtkirche Windsbach

Kirchenchor Windsbach

Assistenten bei der Segnung

Einfach spitze

Bürgermeister Matthias Seitz, Windsbach

Pfarrer Hans-Josef Peters, Windsbach

Lutz Egerer, Präisdent der Dekanatssynode

Pfarrer Brendel, Senior des Pfarrkapitels

Vertrauensmann Norbert Kleinöder

 

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