Zukunft für die Christen im Irak

Nur wenn Christen im Irak bleiben können und wollen, dann werden die seit biblischen Zeiten im Zweistromland existierenden Gemeinden dort auch eine Zukunft haben.

Ein Schreiben aus dem Ökumenereferat unserer Landeskirche - Advent 2016

Lebten im Jahr 2003 noch weit über 1 Million Christen im Irak, so sind es heute schätzungsweise noch ca. 250.000.

„Wir können die Demographie der christlichen Gemeinschaft im Irak nicht wieder herstellen, jedoch die Rolle der Christen im Irak“ sagt Emanuel Youkhana, Archimandrit des Apostolischen Kirche des Ostens und Direktor des christlichen Hilfswerks CAPNI (Christian Aid Program for Northern Iraq).

Durch CAPNI wird deutlich, dass Christen auch in der Situation aktueller Bedrängung nicht in Selbstbezogenheit verharren, sondern ihre Rolle im Dienst an der Gesellschaft sehen: die durch CAPNI geleistete Nothilfe erreicht Menschen über die Grenzen von religiöser und ethnischer Zugehörigkeit hinweg.

Die ELKB fördert die Arbeit von CAPNI und damit Projekte, die dazu beitragen, dass Menschen Vertrauen für ein Weiterleben in ihrer alten Heimat fassen können.

Die meisten Christen des Irak leben als Binnenflüchtlinge in der kurdischen Autonomieregion im Nordirak. Derzeit fahren täglich 36 Busse mit dem Logo der ELKB durch den Nordirak und bringen über 1100 geflüchtete Kinder in die Schule. Junge geflüchtete Paare erhalten eine Grundausstattung, die es ihnen ermöglicht, einen eigenen Hausstand zu gründen, wenn sie heiraten wollen. Kirchengemeinden erhalten Mittel, um religiöse Literatur zu drucken und katechetische Kurse durch zu führen.

In unmittelbarer Zukunft wird es auch darum gehen, wie die ehem. vorwiegend bzw. aus-schließlich christlich besiedelten und erst kürzlich vom IS befreiten Dörfer der Ninive-Ebene bei Mossul wieder aufgebaut werden können, wenn ihre Bewohner und Kirchengemeinden dorthin zurück kehren.

Es ist die Region, in die Jona von Gott gesandt wurde, um die Botschaft zu predigen, die Umkehr und Neubeginn ermöglicht hat. Diese Botschaft wurde gehört und Ninive hat Gottes Heil erfahren.

Lassen Sie uns heute den Christen helfen, die sich dort heute in Gottes Mission gesandt wis-sen – dass die Verkündigung der frohen Botschaft in Ninive Zukunft hat.

Spenden auf das Konto der ELKB bei der Evangelischen Bank: DE57 5206 0410 0001 0101 07, GENODEF1EK1, Stickwort: Christen helfen im Irak, kommen direkt den Partnerorganisationen der ELKB, die vor Ort Hilfe leisten zu Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Martin

Oberkirchenrat